Richtfunk für Kommunen und Gewerbegebiete
Wenn ein Ortsteil oder Gewerbegebiet im Ausbauplan hinten steht: Funk überbrückt die Jahre bis zum Kabel — oder ersetzt es dort, wo Tiefbau unverhältnismäßig wäre.
Kurz gefasst
Für Kommunen in Franken schließt Richtfunk die Lücke zwischen Bedarf und Bauzeitplan: Ein Gewerbegebiet oder ein abgelegener Ortsteil lässt sich über eine Funkstrecke vom Rechenzentrum Zellingen anbinden, ohne auf einen Tiefbauabschnitt zu warten. Das eignet sich als Übergangslösung bis zum Glasfaserausbau ebenso wie als dauerhafte Erschließung dort, wo die Grabungskosten pro Anschluss außer Verhältnis stehen.
Typische Aufgabenstellungen
Gewerbegebiet ohne Anbindung. Grundstücke lassen sich schwer vermarkten, wenn die Internetanbindung offen ist. Eine Basisstation versorgt mehrere Betriebe im Gebiet, bevor der erste Spatenstich für Glasfaser gesetzt ist.
Einzelner Ortsteil abgehängt. Ein Weiler mit zwanzig Häusern rechnet sich im Tiefbau selten. Über Funk ist er anbindbar.
Überbrückung bis zum geförderten Ausbau. Zwischen Förderbescheid und Inbetriebnahme liegen oft Jahre. Funk trägt diese Zeit.
Anbindung kommunaler Liegenschaften. Bauhof, Kläranlage, Feuerwehrhaus, Schule — Standorte, die selten an der Hauptleitung liegen.
Interimsanbindung an Baustellen und temporären Standorten.
Warum Funk im kommunalen Umfeld trägt
- Kein Tiefbau heißt: keine Grabungsgenehmigungen, keine Straßensperrungen, keine Wiederherstellungskosten.
- Kalkulierbarer Zeitrahmen. Die Bereitstellung hängt an Montage und Sichtverbindung, nicht an Bauabschnitten.
- Rückbaubar. Wenn später Glasfaser kommt, verschwindet die Funkstrecke wieder — investiertes Geld ist kein verlorener Tiefbau.
- Skalierbar. Eine Basisstation im Mehrpunktbetrieb versorgt mehrere Anschlüsse; weitere Teilnehmer kommen ohne neue Bauarbeiten dazu.
- Betreiber vor Ort. Das Rechenzentrum steht in Zellingen, nicht in einem anderen Bundesland.
Wie eine Zusammenarbeit beginnt
Für eine erste Einschätzung genügen die Lage des zu versorgenden Bereichs und ein möglicher Standort für die Gegenstelle — oft ein kommunales Gebäude, ein Wasserhochbehälter oder ein bestehender Mast.
Daraus ergibt sich, ob eine Sichtverbindung besteht, welche Bandbreite tragfähig ist und wie viele Teilnehmer versorgt werden können. Konkrete Standorte und Konditionen stimmen wir im Einzelfall ab.
Häufige Fragen
Kann Richtfunk ein ganzes Gewerbegebiet versorgen?
Ja. Im Punkt-zu-Mehrpunkt-Betrieb versorgt eine Basisstation mehrere Teilnehmer im Umkreis. Für einzelne Betriebe mit höherem Bedarf lässt sich zusätzlich eine dedizierte Punkt-zu-Punkt-Strecke aufbauen.
Ist das eine Dauerlösung oder eine Überbrückung?
Beides ist möglich. In Bereichen, für die ein Glasfaserausbau geplant ist, dient Funk als Überbrückung bis zur Inbetriebnahme. Wo Tiefbau dauerhaft unverhältnismäßig wäre, ist Funk die dauerhafte Erschließung.
Welche Vorarbeiten muss die Kommune leisten?
Für die erste Prüfung genügen der zu versorgende Bereich und ein möglicher Standort für die Gegenstelle, etwa ein kommunales Gebäude oder ein bestehender Mast. Alles Weitere klären wir gemeinsam.
Was passiert, wenn später Glasfaser gebaut wird?
Die Funkstrecke lässt sich zurückbauen oder als redundanter zweiter Weg weiterbetreiben. Anders als beim Tiefbau bleibt keine unbrauchbare Investition im Boden zurück.
Nächster Schritt
Für eine Machbarkeitsprüfung genügt die Adresse des Standorts. Wir prüfen Sichtverbindung und Höhenprofil und melden zurück, ob und mit welcher Bandbreite eine Anbindung möglich ist.